Verabredung des Judas

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39 nach Christus

Herodes Antipas geht nach Rom, um von Caligula den Königstitel zu erhalten, wird von Herodes Agrippa I. angeklagt und nach Südgallien verbannt.



VERABREDUNG DES JUDAS

Herodes Agrippa I. (Judas Iskariot)



An Judas Iskariot lässt sich wie in einem Fixierbad Schicht um Schicht der jüdische König Herodes Agrippa I. sichtbar machen.

Lukas-Evangelium: Da fuhr der Satan in Judas mit dem Beinamen Iskariot, der aus der Zahl der Zwölf war. Er ging hin und besprach sich mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihn an sie ausliefern könne. Die freuten sich darüber und versprachen, ihm Geld zu geben. Er sagte zu und sann nun auf eine günstige Gelegenheit, ihn ohne Aufsehen beim Volk an sie auszuliefern.

Judas Iskariot ist der einzige Judäer unter den zwölf Jüngern, die nach der Apostelgeschichte alle aus Galiläa stammen («Ihr Männer aus Galiläa»). Auch Herodes Agrippa I. stammt aus Judäa.

Judas Iskariot scheint offenbar in Geldnot zu sein und bekommt Geld von den Hohenpriestern und den Hauptleuten.

Auch Herodes Agrippa I. ist immer in Geldnot und erhält finanzielle Hilfe von dem reichen Juden Tiberius Iulius Alexander aus Alexandria (Apostel Andreas).

Judas Iskariot sinnt auf eine günstige Gelegenheit, Jesus ohne Aufsehen beim Volk an die Römer auszuliefern.

Auch Herodes Agrippa I. sinnt in Rom auf eine günstige Gelegenheit. Nach der Absetzung des Pontius Pilatus als Präfekt von Judäa durch den syrischen Statthalter und Legaten Vitellius 36/37 n. Chr. und dem Tod von Kaiser Tiberius eröffnen sich Agrippa neue Perspektiven: Kaiser Caligula ernennt ihn zum König der Tetrarchie des 34 n. Chr. verstorbenen Philippos und 36 n. Chr. für das Gebiet des verbannten Tetrarchen Herodes Antipas, an dessen Absetzung er durch Anschwärzungen und falsche Gerüchte mitgewirkt hat. 41 n. Chr. wird sein Königreich zusätzlich um die früheren Gebiete des 6 n. Chr. abgesetzten Herodes Archelaos vergrössert.