Stammbaum Jesu, väterlicherseits

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Büste Jubas I.
um 50 vor Christus

Geburt von Juba II. (Josef von Nazareth, Vater Jesu)



STAMMBAUM JESU, VÄTERLICHERSEITS

Josef von Nazareth



MASSYLIER

1. Generation
Hiempsal II.
König der numidischen Massylier
Hiempsal nimmt den flüchtigen Gaius Marius auf (88 v. Chr.).
Hiempsal ist der Verfasser einer numidischen Landesgeschichte in punischer Sprache.



2. Generation
Iuba I.
(† 46 v. Chr. bei Cirta)
König von Numidien (60-46 v. Chr.)
Iuba I. kämpft in der Schlacht am Bagradas gegen die Römer (49 v. Chr.).
Iuba I. fällt in der Schlacht bei Thapsus (46 v. Chr.).
Teile Numidiens kommen nach der verlorenen Schlacht an Mauretanien.



3. Generation
Iuba II.
(* um 50 v. Chr., † 23 n. Chr.
König von Mauretanien (25 v. Chr. bis 23 n. Chr.)
Verfasser von Werken über römische Geschichte, Arabien und Afrika

Heirat (zwischen 25 und 20 v. Chr.)

Kleopatra Selene (Kleopatra VIII.)
(* 40 v. Chr., † zwischen 5 v. Chr. und 18 n. Chr.)
Königin von Mauretanien
Tochter von Kleopatra VII. und Marcus Antonius
Kleopatra Selene muss am Triumphzug des Octavian in Rom teilnehmen (29 v. Chr.).



4. Generation
Ptolemaeus
(* um 6/5 v. Chr., † 40 n. Chr. in Rom ermordet)
Letzter König von Mauretanien (23-40 n. Chr.)



5. Generation
Julia Drusilla
(* 38 n. Chr.)
Prinzessin von Mauretanien

Heirat

Marcus Antonius Felix
Römischer Ritter
Prokurator von Samaria (vor 52 n. Chr.)
Prokurator von Judäa (52-60 n. Chr.)



Lorenz Stäger aus Wohlen, Kanton Aargau, hat unter anderem Ägyptologie studiert und lebte einige Jahre als Kulturattachée in Kairo.

Aus seiner wissenschaftlichen Perspektive sieht die Geschichte um Jesus und Kleopatra etwas anders aus, als sie Roman Odermatt darstellt.

«Über das Leben Kleopatras und ihrer Nachfahren sind wir recht gut dokumentiert. Wäre Jesus ihr Nachfahre, dann wäre das irgendwo schriftlich festgehalten worden», ist sich Stäger sicher.

Dass es die Person Jesus jedoch wirklich gegeben habe, sei belegt.

«Dass Christen über Jesus geschrieben haben, ist klar. Aber wenn man herausfinden will, ob es ihn wirklich gab, muss man nach heidnischen Quellen suchen.» Davon finden sich laut Stäger bei den Römern zwei.

«Plinius der Jüngere war in Kleinasien Gouverneur, wie man heute sagen würde. Er schreibt in einem Brief an Kaiser Trajan über Prozesse gegen Christen und bittet ihn um Rat. So fragt Plinius beispielsweise, ob es schon ein Verbrechen sei, Christ zu sein, oder ob ein Verbrechen vorliegen müsse, um einen Christen zu verurteilen.

Der zweite Beweis entstammt den Schriften von Tacitus, der beschreibt, dass das Volk die Christen «wegen ihrer (angeblichen) Schandtaten hasste». Weiter heisst es bei Tacitus: «Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Procurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war.»

«Enthüllungen» wie jene von Roman Odermatt seien jedoch kein neues Phänomen und schon gar kein Einzelfall.

«Es gab und gibt immer wieder Leute, die behaupten, sie hätten neue Entdeckungen gemacht und neue Zusammenhänge gefunden», erinnert sich der ehemalige Lateinlehrer der Kanti Wohlen. Ihm ist aber vor allem eines wichtig: «Die bekannte Realität ist so fantastisch, dass es keine zusätzlichen unbelegbaren Theorien braucht.»

Dennoch sei es natürlich jedem selber überlassen, unterhaltsame Geschichten darüber zu erfinden – «auch wenn sie nicht den historischen Tatsachen entsprechen», hält Lorenz Stäger abschliessend fest. (AW)



Antwort eines Mediziners mit den Hobbys Philosophie, Quantenphysik, Natur- und Grenzwissenschaften:

Lieber Roman, was Lorenz Stäger als Beweis für die Existenz von Jesus angibt, ist keiner, denn "Christus" ist ein Titel, kein Name. Aber für wen, darüber schweigen eben auch die angeführten zwei "heidnischen Quellen". Damit werden sie im Gegenteil sogar zu einem weiteren Indiz für Deine These. Denn sie zeigen, daß man schon damals den Namen des Christus nicht kannte – oder aber nicht nennen wollte (vielleicht nicht durfte)!

Nirgendwo gibt es einen außerbiblischen Beweis, daß der Christus "Jesus" hieß und wer er seiner irdischen Herkunft nach wirklich war. Damit ist es angemessen und höchste Zeit, nachzuforschen. Du bist der Einzige, der endlich einmal Licht in dieses Dunkel bringen will. Das sollte man unterstützen. – Das unnormale "Desinteresse" vieler frommer Christen und christlicher Institutionen beruht wohl auf der Angst vor der Wahrheit und einer über Generationen hinweg anerzogenen Scheu Dogmen der Kirche zu hinterfragen. Ihr Glaubensgebäude könnte zusammenbrechen. Die weltliche Kirche würde zusammenbrechen ... Die Vernunft aber sagt nun einmal zwingend: Jesus war ein anderer und lehrte auch was anderes, als sie, die römische Kirche, den mit Feuer und Schwert blutig unterworfenen Völkern fast 2000 Jahre lang predigen ließ. Wir suchen heute nichts weiter als den wahren Namen und die wahre irdische Abstammung des Christus, und Du, Roman, hast einen entdeckt, der es gewesen sein könnte. Du bist auf dem richtigen Weg zur Wahrheit, kein Märchenerzähler.