Kreuzigung Jesu

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40 nach Christus

König Ptolemaeus von Mauretanien wird in Rom ermordet



KREUZIGUNG JESU







Er ist der letzte Prinz der ptolemäischen Dynastie in Ägypten, der Sohn des vergöttlichten Pharaos und der letzte König von Mauretanien. Er ist der König der Könige und der Hoffnungsträger der Menschen in den römischen Provinzen und in Rom. Denn als Enkel von Marcus Antonius ist er auch der Messias der Römer selbst. Sein Name: Ptolemaeus.

Über das Leben von Ptolemaeus (* um 10 v. Chr., † 40 n. Chr.) ist wenig bekannt. Sein Vater Juba II. ist König von Mauretanien, seine Mutter Kleopatra Selene ist die Tochter der ägyptischen Königin Kleopatra VII. und des römischen Triumvirn Marcus Antonius.

Im Jahr 6 n. Chr. kommt es zu einem Aufstand der maurischen Stämme im Königreich Mauretanien. Der Aufstand kann erst mit Hilfe römischer Truppen niedergeschlagen werden. Flieht der 12-jährige Ptolemaeus mit seinen Eltern zu den Juden im ägyptischen Alexandria?

Die Flucht nach Ägypten ist ein Ereignis aus der Kindheit Jesu, beschrieben im Matthäusevangelium.

Aus Jesu Jugendzeit überliefert das Neue Testament einen Aufenthalt des 12-Jährigen im Tempel, bei dem er die Jerusalemer Toralehrer mit seiner Bibelauslegung beeindruckt. Lesen und Schreiben können Kinder ärmerer jüdischer Familien, die keine Schriftrollen besitzen, nämlich nicht. Jesu Hörer fragen sich darum: «Wie kann dieser die Schrift verstehen, obwohl er es nicht gelernt hat?»

Möglicherweise nimmt Ptolemaeus im Jahr 17 n. Chr. am Kampf gegen Aufständische im benachbarten Numidien teil. Ptolemaeus kämpft in Numidien gegen seine Brüder. Findet hier seine Umkehr zu Gott statt, von dem er sich durch die Sünde entfernt hat?

«Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.»

Als sein Vater im Jahr 23 n. Chr. stirbt, folgt ihm Ptolemaeus auf den Thron. Die «Krönung» eines Königs in der Antike erfolgt durch eine rituelle Salbung. Das Ritual soll dem Herrscher göttliche Gnade und einen herausgehobenen Status unter den Menschen verleihen, ihm aber auch vor Augen führen, dass er seine Macht wiederum Gott verdankt.

Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer gilt als historisches Ereignis, mit dem sein öffentliches Wirken beginnt.

Zusammen mit Publius Cornelius Dolabella besiegt Ptolemaeus im Jahr 24 n. Chr. Tacfarinas, der einen Guerillakrieg numidischer und mauretanischer Stämme gegen Rom führt, und wird dafür mit den Triumphalinsignien geehrt. Ptolemaeus ist durch die Römer auf dem Höhepunkt seiner Macht angekommen.

Im Neuen Testament wird Jesus vom Teufel in der Wüste in Versuchung geführt: «Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.»

Unter unbekannten Umständen lädt Kaiser Caligula im Jahr 40 n. Chr. Ptolemaeus nach Rom ein. Zur gleichen Zeit hält sich auch eine Gesandtschaft alexandrinischer Juden in Rom auf, die nach Italien gekommen sind, um sich über die Zwangsumsiedlung der Juden innerhalb der Stadt Alexandria in getrennte Wohnorte zu beschweren.

Der eindrucksvolle Auftritt von König Ptolemaeus im Amphitheater löst bei Kaiser Caligula Neidgefühle aus. Ptolemaeus wird wahrscheinlich in den weitläufigen Garten- und Bauanlagen, die das Palatinische Schloss mit dem ehemaligen Park des Maecenas verbinden, von den Schergen des Caligula verhaftet und in den Carcer Tullianus auf dem Forum Romanum gebracht, wo die alexandrinischen Juden Zeuge der Ermordung des mauretanischen Königs Ptolemaeus werden.

Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelt das Volk ihm zu und streut Palmzweige auf seinen Weg. Im Mittelmeerraum gelten Palmen als Sinnbild des Lebens und des Sieges, in Israel als Symbol für die Unabhängigkeit und den siegreichen König.

Ist Ptolemaeus identisch mit Jesus von Nazareth?

Jesus von Nazareth – seine Anhänger verkünden ihn nach seinem Tod als Jesus Christus, den Messias und Sohn Gottes. Daraus entsteht eine neue Weltreligion, das Christentum. 2000 Jahre nach Jesu Kreuzigung stellen sich neue Fragen: Wer hat Jesus getötet? Hat die Kreuzigung überhaupt stattgefunden? Und wer ist dieser Jesus von Nazareth? Die Evangelien sind einfach nicht wasserdicht. Was heute in jedem Mordprozess brennend interessiert – die Erfassung aller Indizien über Tatverdächtige, die Beziehungen zum Opfer, Milieuumstände – diese Fragen blieben bisher völlig offen. Wäre nicht die Abklärung der Identität des Jesus von Nazareth notwendig gewesen? Meine Recherchen bringen eine unglaubliche Geschichte von Verschwörung, Intrigen und Fälschungen ans Licht. Stellen wir uns einmal vor, die Passionserzählungen würden die Römer als schuldig am Tode Jesu hinstellen, die Juden aber von jeder Schuld daran entlasten. Wie wäre die Weltgeschichte wohl dann verlaufen?