Jesus vor Pilatus

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36 nach Christus

Pontius Pilatus wird als Präfekt in Judäa und Samaria abgesetzt und kehrt nach Rom zurück.



JESUS VOR PILATUS

Pontius Pilatus



Im Spätherbst des Jahres 40 n. Chr. hat Kaiser Caligula einen Wutausbruch. Er soll die beiden Verschwörer und Volksaufrührer Ptolemaeus von Mauretanien und Tiberius Julius Alexander aus Alexandria aburteilen.

Markus-Evangelium: Gleich in der Frühe hatten die Hohenpriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten, der ganze Hohe Rat, den Beschluss fertiggestellt und führten Jesus gefesselt ab und übergaben ihn Pilatus.

Pilatus richtete an ihn die Frage: «Bist du der König der Juden?» Er gab ihm zur Antwort: «Ich bin es.» Nun erhoben die Hohenpriester viele Anklagen gegen ihn. Pilatus fragte ihn weiter: «Entgegnest du gar nichts? Höre doch, was sie alles gegen dich vorbringen!» Doch Jesus erwiderte nichts mehr, so dass Pilatus verwundert war.

An jedem Fest pflegte er ihnen einen Gefangenen freizugeben, den sie sich ausbaten. Da lag nun einer namens Barabbas im Kerker mit jenen Aufrührern, die bei dem Aufstand einen Mord begangen hatten.

So zog denn die Volksmenge hinauf und forderte, was er ihnen immer gewährte. Pilatus erwiderte ihr: «Soll ich euch den König der Juden freigeben?» Er wusste nämlich, dass die Hohenpriester ihn aus Missgunst ausgeliefert hatten. Die Hohenpriester aber hetzten das Volk auf, er solle ihnen lieber Barabbas freigeben. Pilatus entgegnete ihnen wieder: «Was soll ich denn mit dem anfangen, den ihr den König der Juden nennt?» Sie schrien zurück: «Ans Kreuz mit ihm!» «Was hat er denn Böses getan?» fragte sie Pilatus. Da schrien sie noch lauter: «Ans Kreuz mit ihm!» Pilatus wollte die Masse zufriedenstellen und gab ihr Barabbas frei. Jesus aber liess er geisseln und übergab ihn zur Kreuzigung.