Feldzug des Euphratheeres

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Frühjahr 40 nach Christus

Publius Petronius bricht von Antiochia auf und zieht durch Phönikien nach Ptolemais



Von 39 bis 42 ist Publius Petronius Nachfolger des Lucius Vitellius als Statthalter der Provinz Syrien.

Antiochia
Caligula befiehlt dem neuen Statthalter, den Jahwe-Tempel in Jerusalem in einen Tempel des neuen Zeus Epiphanes Gaius umzuwandeln. Hierzu soll eine Statue Caligulas im Tempel von Jerusalem aufgestellt werden. Die ungeheure Brisanz dieses Auftrags ist dem Kaiser bewusst, denn er befiehlt Petronius, hierfür die Hälfte des Euphratheeres (zwei Legionen und möglichst viele Hilfstruppen von Bundesgenossen) mitzuführen.

Petronius, der durch die Umsetzung dieses Befehls die Ostflanke des Reichs gefährdet sieht, sucht Zeit zu gewinnen. Insbesondere lässt er die in Sidon zur Herstellung der Statue bestellten Künstler möglichst lang an dem Bildwerk arbeiten. Zugleich nimmt er Kontakt zu den Juden auf.

Phönikien
Als diese Gespräche ergebnislos bleiben, bricht Petronius im Frühjahr 40 von Antiochia auf und zieht durch Phönikien südwärts in Richtung Jerusalem. Auf diesem Zug tritt ihm eine jüdische Delegation aus hohen Würdenträgern entgegen und bittet um Verschonung. Petronius sendet hierauf einen Brief an Caligula, in dem er sich für die lange Dauer der Herstellung der Bildsäule entschuldigt und auf die bevorstehende Ernte hinweist. Der Kaiser stimmt Petronius zu und fordert die Aufstellung seines Bildes nach der Ernte.

Ptolemais
Petronius zieht weiter nach Ptolemais, wo ihm viele Tausend Juden entgegentreten und um Schonung bitten, aber auch deutlich machen, dass sie notfalls zum Einsatz ihres Lebens bereit seien, um die Aufstellung im Tempel zu verhindern.